Tourtipp: Der Hambacher Hüttensprung

Seit einigen Jahren gehört zum Hambacher Pfälzerwald-Verein auch eine große Schutzhütte weit unten in der Ebene nördlich des Neustadter Ortsteils Lachen-Speyerdorf: Die dortige PWV-Ortsgruppe hatte sich aufgelöst und war dem Hambacher Verein beigetreten. So entstand die Idee eines Hüttensprungs: aus der Ebene auf den Berg.

Erst geht es durch Wiesen, Felder und dann an Pferdekoppeln und Weinbergen entlang. Schon kurz nach dem Start kommt man am Essigberg vorbei, ein künstlich aufgeschütteter Grabhügel, wohl aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Dort wurden unter anderem Graburnen und Weinamphoren gefunden. Vor dem Hügel stehen zwei Bänke. Links davon führt ein Trampelpfad hoch auf den Hügel. Später am Speyerbach trifft man einen Großvater mit seinem Enkel, die stillvergnügt angeln. „Gibt es denn da überhaupt was zum Fangen?“, fragen wir. „Aber ja doch, kleine Bachforellen“, sagt der Mann lachend.

Wie schnell die Landschaftsbilder wechseln, ist verblüffend. Am besten lässt sich dieser rund 20 Kilometer weite Hüttensprung mit dem E-Bike bewältigen. Wir haben die Route so gewählt, dass sie nicht durch Wohngebiete führt – mit Ausnahme von Hambach. Ein „Sprung“ ist diese Tour auch deshalb, weil man die Autobahn und die Bahnlinie queren muss: Wir zeigen, wie dies problemlos gelingt. Wer am Hambacher Schloss keine Pause einlegen will, radelt gleich weiter: Michelsquelle, Speierheld, Kühungerquelle und Bildbaum – dann sind es nur noch 800 Meter bis zur Rieslingschorle und einem Pfälzer Teller im Hohe-Loog-Haus. Der Hambacher Hüttensprung ist geschafft.

Genaue Wegbeschreibung: „Der Hambacher Hüttensprung“

Dieser Tourtipp kommt von Rolf Schlicher, Naturschutzwart des PWV Hambach. Wer gerne mit anderen in der Gruppe wandert, der findet in unseren Wanderplänen zahlreiche Angebote. Dort gibt es Touren für junge Familien, Senioren, Sportliche, Genießer und eher gemütliche Wanderer. Gäste sind immer herzlich willkommen.

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